Die Erzählperspektive legt fest, aus wessen Sicht deine Geschichte erzählt wird und wie nah du an den Figuren dran bist. Sie prägt den gesamten Ton deines Romans und beeinflusst, was Leser:innen wissen können und was nicht.
Die gängigsten Formen: Ich-Erzähler („Ich öffnete die Tür“) schafft unmittelbare Nähe, begrenzt aber auf das, was eine Figur weiß. Personaler Er/Sie-Erzähler („Sie öffnete die Tür und spürte Unbehagen“) bleibt nah an einer Figur, ohne in die Ich-Form zu wechseln. Auktorialer Erzähler kennt alle Gedanken, kann kommentieren und springt zwischen Figuren – wirkt aber oft distanzierter.
Die Perspektive zu wechseln ist eine bewusste Entscheidung. Manche Romane bleiben konsequent bei einer Figur, andere wechseln kapitelweise zwischen mehreren Perspektiven. Wichtig ist Konsistenz: Mitten in einer Szene die Perspektive zu wechseln, verwirrt.
Die Wahl der Erzählperspektive sollte zu deiner Geschichte passen. Frag dich: Wessen Sicht ist die interessanteste? Wie viel Nähe willst du?





