Erzähltempo

Das Erzähltempo beschreibt, wie schnell oder langsam deine Geschichte voranschreitet. Es geht nicht um die Lesedauer, sondern darum, wie viel erzählte Zeit in wie viel Text passiert. Wenn du einen ganzen Tag in einem Absatz zusammenfasst, ist das schnell. Wenn du eine einzige Minute über mehrere Seiten ausbreitest, ist das langsam.

Das Tempo steuerst du über verschiedene Mittel: Dialoge und Szenen verlangsamen, Zusammenfassungen beschleunigen. Detailreiche Beschreibungen bremsen, knappe Sätze treiben voran. In Actionszenen willst du meist ein hohes Tempo, in emotionalen Momenten nimmst du dir Zeit.

Das Problem vieler Erstmanuskripte: gleichförmiges Tempo. Alles im gleichen Rhythmus wirkt ermüdend. Gute Geschichten variieren – sie wechseln zwischen schnellen und langsamen Passagen, schaffen Atempausen und Beschleunigung.

Beim Überarbeiten lohnt sich die Frage: Passt das Tempo zum Inhalt? Wenn eine wichtige Szene zu schnell abgehandelt wird, fehlt emotionale Wirkung. Wenn unwichtige Details zu viel Raum bekommen, verliert sich die Spannung.

Lesetipp:  Twist
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